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Kinder und Jugend: vom umfassenden partizipativen Vorgehen zur dynamischen kantonalen Vision mit 73 Massnahmen

Dank der Teilnahme institutioneller und verbandlicher Partnerinnen und Partner, Vertreterinnen und Vertreter der Zivilgesellschaft oder noch der Hauptbetroffenen, soll heissen: der Kinder und Jugendlichen, konnten die Oberziele festgelegt werden, welche die Kinder- und Jugendpolitik des Kantons Freiburg bis 2030 prägen werden. Die treibende Kraft dieser langfristigen Arbeiten war das Wohlbefinden der Freiburger Kinder und Jugendlichen. Entstanden sind daraus eine Strategie und ein Aktionsplan mit 73 Massnahmen, die ab 2018 umgesetzt werden sollen.

Der Startschuss für die umfangreichen Arbeiten an der Definition der Strategie für die "I mache mit!" im Bereich der Kinder- und Jugendpolitik fiel mit der auf drei Jahre verteilten Vergabe von 450 000 Franken durch das Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV). Die Direktionen des Staates, die Gemeinden, das Vereinswesen, Vertreterinnen und Vertreter der Zivilgesellschaft, Kinder und Jugendliche ? sie alle haben ihren Teil dazu beigetragen, damit die Direktion für Gesundheit und Soziales (GSD) an diesem Montag die neue Politik vorstellen kann, die der Staatsrat im Oktober 2017 gutgeheissen hat.

Hinter der Strategie "I mache mit!" stecken hunderte von Menschen
Seit 2015 arbeiten die GSD und die Kommission für Jugendfragen (JuK) über die Fachstelle für Kinder- und Jugendförderung an der Ausarbeitung der Grundlagen. Zu diesem Zweck wurden namentlich eine Umfrage bei 1100 Kinder und Jugendlichen aus dem Kanton Freiburg durchgeführt und kantonale Tagungen ins Leben gerufen, an denen Hunderte von betroffenen Akteurinnen und Akteuren zusammenkommen, um gemeinsam an den verschiedenen strategischen Aspekten zu arbeiten. Der Jugendrat war in den offiziellen Organen vertreten und über 60 Kinder und Jugendliche konnten an den beiden kantonalen Tagungen bei speziell auf sie zugeschnittenen Workshops mitwirken. Die Strategie und ihr Aktionsplan beruhen ausserdem auf den Schlussfolgerungen eines Berichts, der 2015 veröffentlicht wurde. Letzterer beschreibt den Stand der aktuellen Freiburger Kinder- und Jugendpolitik und identifiziert die wichtigsten Herausforderungen, Anliegen und Entwicklungspotentiale.

Die neue kantonale Strategie "I mache mit!" ist das Ergebnis dieser Arbeiten. Sie schlägt eine Vision am Zeithorizont 2030 vor und zielt darauf ab, Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger sowie Fachpersonen dabei zu unterstützen, die derzeitigen Herausforderungen des Kinder- und Jugendbereichs zu erfassen, Massnahmen umzusetzen, welche die Kompetenzen der Kinder und Jugendlichen stärken, und die Risiken und Bedrohungen zu mindern, die ihre Entfaltung behindern könnten.

Mehrheitlich vorausschauende Massnahmen
Die allgemeinen Ziele der Strategie sollen mit 73 Massnahmen aus dem Aktionsplan umgesetzt werden: Förderung von Partizipation und Bürgerengagement der Kinder und Jugendlichen, Förderung einer umfassenden Bildung, Förderung eines erfüllenden Lebensrahmens und Verbesserung der Koordination der bestehenden Angebote.

Zu diesen Massnahmen gehören u. a. die Unterstützung für die regionalen und kommunalen Politiken, die bessere Sichtbarkeit der die Kinder und Jugendlichen betreffenden Angebote, die Förderung des Austauschs unter den Eltern, die Unterstützung von Projekten im Bereich gegenseitige Hilfe durch Peers, die Schaffung einer kantonalen Jugendsession, die Berücksichtigung der Kinder und Jugendlichen in den Richtplänen oder noch die Unterstützung von diversen Weiterbildungen. Mit der Schaffung des Preises "I mache mit!" soll alle zwei Jahre ein Projekt ausgezeichnet werden, das Kinder und Jugendliche beispielhaft einbezogen hat.

Staatsrätin Anne-Claude Demierre bezeichnet die neue Freiburger Kinder- und Jugendpolitik nicht nur als dynamisch, positiv und partizipativ, sondern auch als vorausschauend, stärkt sie doch die Förderungs- und Partizipationsmassnahmen und trägt so zur Minderung der Risiken und Bedrohungen bei, welche die Entfaltung der Kinder und Jugendlichen behindern, wodurch schliesslich die Schutzmassnahmen reduziert werden können. Sie bestätigt die aktuelle Aufgabenverteilung zwischen Kanton, Gemeinden und Zivilgesellschaft und respektiert die Tatsache, dass die Gemeinden durch die Bereitstellung allgemeiner Aktivitäten in erster Linie für die Kinder- und Jugendpolitik verantwortlich sind. Folglich sind die kantonalen Massnahmen eine Ergänzung zu den zahlreichen Initiativen der Gemeinden und der Zivilgesellschaft.

Aktionplan

Strategie