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Eine Freiburgerin übernimmt das Co-Präsidium der Schweizerischen Konferenz gegen Häusliche Gewalt

Geneviève Beaud Spang, Leiterin des Büros für die Gleichstellung von Frau und Mann und für Familienfragen (GFB) sowie Präsidentin der kantonalen Kommission gegen Gewalt in Paarbeziehungen, wird das Co-Präsidium der Schweizerischen Konferenz gegen Häusliche Gewalt (SKHG) übernehmen. Sie wird diese Rolle an der Seite von Miriam Reber, Leiterin der Koordinationsstelle Häusliche Gewalt des Kantons St. Gallen, ausüben. Zudem wird Beaud Spang die lateinische Konferenz gegen häusliche Gewalt präsidieren.

Die Schweizerische Konferenz gegen Häusliche Gewalt wurde 2013 als Dachorganisation aus zwei regionalen Konferenzen (Deutschschweiz und lateinische Schweiz) gegründet, die nun ihre jeweiligen Aufträge weiterführen. Sie vereint die kantonalen Interventions- und Koordinationsstellen, die sich auf nationaler und kantonaler Ebene für die Prävention und Bekämpfung von häuslicher Gewalt einsetzen.

Die Ziele der SKHG umfassen die Förderung der interkantonalen Zusammenarbeit, die Erhöhung der Sichtbarkeit der Problematik der häuslichen Gewalt, die koordinierte Vertretung der kantonalen Interventions- und Koordinationsstellen gegen häusliche Gewalt auf nationaler Ebene, jedoch auch die Teilnahme an Vernehmlassungs- und Anhörungsverfahren auf Bundesebene zur Schaffung von Synergien mit dem Eidgenössischen Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann.

Die SKHG agiert im sehr aktuellen Kontext der Ratifizierung der Istanbul-Konvention durch die Schweiz. Die Konvention des Europarates zur "Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt" hat die Schweiz im Herbst 2013 unterzeichnet. Vor dem Inkrafttreten muss das Übereinkommen ratifiziert werden ; ihre Umsetzung verlangt also die Schaffung und Anwendung von Rechtsnormen auf nationaler und interkantonaler Ebene. Dieser Kontext unterstreicht die Bedeutung der Arbeiten der Schweizerischen Konferenz gegen Häusliche Gewalt.