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Staatliches Handeln im Umgang mit Veränderungen: Die Anmeldefrist für die neunte Konferenz für Sozialfragen vom 21. April 2016 läuft

Auch ohne Schwarzmalerei sind wir uns heutzutage alle bewusst, dass die Leitlinien, die für die Entwicklung unserer Gesellschaft in den letzten Jahrzehnten gegolten haben, immer mehr verblassen. Unsere Lebensweisen müssen also überdacht werden. Die Konferenz für Sozialfragen 2016 lädt deshalb das Publikum zum Gedankenaustausch über die Veränderung ein. Innovation, Veränderung, Wandel… Ja, aber zu welchem Preis? Und welche Rolle spielt der Staat dabei?

Die Konferenz für Sozialfragen wird alle zwei Jahre organisiert und sieht sich als richtungsweisend für eine weitergehende Debatte sowie für konkretes Handeln. Im Laufe der Jahre haben sich der Erfolg der Veranstaltung und das Interesse der Teilnehmenden bestätigt und nehmen weiter zu. Jeweils über hundert Personen begeben sich ins Landwirtschaftliche Institut von Grangeneuve, um gemeinsam über das vorgeschlagene Thema nachzudenken. Die Vielfalt der vertretenen Kreise, wie z. B. das Sozialwesen, aber auch die Schule, die Wirtschaft, die Landwirtschaft oder noch die Politik, führt dazu, dass die unterschiedlichsten Sichtweisen eingebracht werden und sorgt für differenzierte, tiefgründige Überlegungen.

Für die neunte Ausgabe laden die Direktion für Gesundheit und Soziales (GSD) und der französischsprachige Lehrstuhl für Soziologie, Sozialarbeit und Sozialpolitik der Universität Freiburg die Teilnehmenden ein, über Veränderung nachzudenken. Aus welchem Blickwinkel man es auch immer betrachtet: Wir sind mit einem sich wandelnden Universum konfrontiert, das uns zu Neuorientierung zwingt, ohne dass der Zweck und die Ausprägungen dieser Veränderungen klar definiert sind. Diese Übergangsbewegung kann Besorgnis hervorrufen, eine Öffnung bewirken, oder, noch weiter gegriffen, ein Ansporn sein. Das öffentliche Handeln ist also unter Spannung, gefangen zwischen der Notwendigkeit, Stabilität zu kontrollieren und zu garantieren sowie Veränderungen zu fördern.

Aus dieser Spannung entstehen neue Fragen: Wie ändern sich die Zuständigkeiten des Staates und wie betroffen ist seine Autorität? Wie lassen sich Veränderungsbereitschaft und Regulierungs-notwendigkeit vereinbaren? Wie kann man die Auswirkungen von Innovationen vorhersehen, um nicht im "Bewegungswahn" zu versinken, in der Veränderung zur Veränderung?

Die diesjährige Konferenz für Sozialfragen ruft deshalb zum Gedankenaustausch über - durch erwarteten oder induzierten Wandel hervorgerufene - Veränderung auf und will dabei herausfinden, ob es in Anbetracht der Herausforderungen, mit denen die Veränderung die Allgemeinheit konfrontiert, überhaupt einen Platz für sie gibt.

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