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9. Konferenz für Sozialfragen - Donnerstag, 21. April 2016 - Institut agricole - Grangeneuve, Posieux

Staatliches Handeln im Umgang mit Veränderungen

Auch ohne Schwarzmalerei sind wir uns heutzutage alle bewusst, dass die Leitlinien, die für die Entwicklung unserer Gesellschaft in den letzten Jahrzehnten gegolten haben, immer mehr verblassen. Unsere Lebensweisen müssen also überdacht werden. Nachhaltige Entwicklung, Erhaltung der natürlichen Ressourcen, intelligentes Wachstum - das werden die Schlüsselbegriffe sein. Zudem sind unsere Lebensverläufe zunehmend geprägt von Neuorientierung und Veränderung, und nicht von einem vorbestimmten Schicksal. Weggabelungen, zweite Chancen, Wandel und Mobilität führen gleichzeitig zu Brüchen und Dynamiken in den individuellen Lebenswegen. Aus welchem Blickwinkel man es auch immer betrachtet: Wir sind mit einem sich wandelnden Universum konfrontiert, das uns zu Neuorientierung zwingt, ohne dass der Zweck und die Ausprägungen dieser Veränderungen klar definiert sind.
Diese Übergangsbewegung kann Besorgnis hervorrufen, eine Öffnung bewirken, oder, noch weiter gegriffen, ein Ansporn sein. Das öffentliche Handeln ist also unter Spannung, gefangen zwischen der Notwendigkeit, Stabilität zu kontrollieren und zu garantieren sowie Veränderungen zu fördern. Der Staat muss also diese Übergänge begleiten und Bewegungen auslösen, das Vorsorgeprinzip hervorheben und gleichzeitig Innovationsfaktor sein.
Die 9. Ausgabe der Konferenz für Sozialfragen widmet ihre Überlegungen insbesondere der Frage der Veränderung durch erwarteten oder induzierten Wandel. Innovation, Veränderung, Wandel… Ja, aber zu welchem Preis? Wie kann man die Auswirkungen von Innovationen vorhersehen, um nicht im "Bewegungswahn" zu versinken, in der Veränderung zur Veränderung? Wie ändern sich die Zuständigkeiten des Staates und wie betroffen ist seine Autorität? Wie lassen sich Veränderungsbereitschaft und Regulierungsnotwendigkeit vereinbaren?

Programm und Anmeldung folgen zu einem späteren Zeitpunkt.