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Was tun im Fall von Kindesmisshandlung?

Anlässlich des Internationalen Tages der Kinderrechte stellen die Direktion für Gesundheit und Soziales (GSD) und das kantonale Jugendamt ein Protokoll zur Früherkennung und Weiterleitung von Fällen der Kindesmisshandlung (0 bis 18 Jahre) online. Dieses richtet sich an alle Fachpersonen und Freiwilligen, die mit Kindern arbeiten.

Kindesmisshandlung ist den Fachpersonen und Freiwilligen, die mit Kindern arbeiten, schon seit jeher ein Dorn im Auge. So sind denn auch schon diverse Broschüren und Protokolle zu diesem Thema erschienen.

Aufgrund der jüngsten Entwicklungen im Kindes- und Erwachsenenschutzrecht muss die Praxis im Zusammenhang mit Interventionen in Fällen, in denen ein Verdacht auf Kindesmisshandlung besteht, angepasst werden.

Im Frühling 2015 hat die GSD deshalb ein Instrument aktualisiert, das sich an Personen richtet, die mit Minderjährigen zu tun haben, und von einer bereichsübergreifenden Gruppe entwickelt worden war. Danach hat sie das "Protokoll zur Früherkennung und Weiterleitung von Fällen der Kindesmisshandlung (0 bis 18 Jahre) " validiert. Heute nun wird dieses auf der JA-Website aufgeschaltet.

Das Protokoll enthält die aktuellen Definitionen von Misshandlung und beschreibt Verhalten, die auf eine mögliche Kindesmisshandlung schliessen lassen. Dabei gibt es einen kurzen Überblick über die geltenden gesetzlichen Grundlagen in Sachen Kinderschutz. Des Weiteren schildert es die Anzeichen, auf die eine Fachperson achten sollte, wobei diese sowohl vom Kind als auch von ihrem eigenen Empfinden in einer Problemsituation ausgehen können. Schliesslich legt das Protokoll den Leserinnen und Lesern noch die richtige Vorgehensweise nahe und führt die verschiedenen Stellen und Einrichtungen auf, die zu kontaktieren sind, wenn eine Situation mit Fachpersonen besprochen werden soll, darunter auch den JA-Bereitschaftsdienst INTAKE.

Link auf das Protokoll: www.fr.ch/ja