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Streik des Personals der Wäscherei BEM in Marsens

Die Direktion für Gesundheit und Soziales (GSD) bedauert das kontraproduktive Vorgehen, das der Schweizerische Verband des Personals öffentlicher Dienste (vpod) heute Morgen in der BEM (Buanderie des Etablissements de Marsens) gestartet hat. Dieses Vorgehen gereicht in erster Linie den Patientinnen und Patienten der Spitäler und Pflegeheime zum Nachteil und beeinträchtigt den Prozess der Personalübertragung.

Die GSD hat heute Morgen den Entscheid eines Teils der Angestellten der BEM, in den Streik zu treten, zur Kenntnis genommen. Sie versteht dieses Vorgehen des vpod nicht, denn es beeinträchtigt den auf der Ebene der einzelnen Mitarbeiter laufenden Informationsprozess und ist geeignet, das Klima zu verschlechtern. Eine Delegation der GSD hat sich nach Marsens begeben, um die Forderungen der Gewerkschaft und des Personals anzuhören und ein Treffen mit Anne-Claude Demierre, Direktorin für Gesundheit und Soziales, und Georges Godel, Finanzdirektor, am nächsten Montagmorgen vorzuschlagen, im Gegenzug zum Abbruch des Streiks. Die Gewerkschaft und das Personal sind auf diesen Vorschlag nicht eingegangen.

Zur Erinnerung: Der Staatsrat, vertreten durch die Direktorin für Gesundheit und Soziales und den Finanzdirektor, hat letzte Woche angekündigt, eine Lösung gefunden zu haben, um die Arbeitsplätze der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der BEM zu erhalten. Die Wäscherei wird von der Firma LBG SA übernommen, die insbesondere die Wäsche des Universitätsspitals des Kantons Waadt (CHUV) behandelt. Die einzige Alternative zur Übernahme durch die LBG SA wäre die Schliessung der BEM gewesen.

Zurzeit werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der BEM einzeln über ihre Situation informiert, zuerst durch den Direktor des FNPG und später durch Gespräche mit der Direktion der LBG SA. Die Gespräche drehen sich um eventuelle weitere Möglichkeiten, die sich den Betroffenen anbieten, und um den Lohn, den die LBG SA anbieten wird, wobei namentlich das Alter (mögliche Pensionierung) und die Ausbildung eine Rolle spielen. Ausserdem ist je nach Profil auch eine Lösung im Staat möglich, sofern eine Stelle frei ist.

Die GSD bedauert es, dass ein solcher Streik vor allem den Patientinnen und Patienten der Spitäler und Pflegeheime zum Nachteil gereichen wird - ein Streik, der gemäss dem Gesetz über das Staatspersonal im Übrigen illegal ist.

Die GSD setzt sich dafür ein, die bestmöglichen Lösungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der BEM zu finden, und hofft, mit den Beteiligten einen konstruktiven Weg zu finden.

Die Direktorin für Gesundheit und Soziales und der Finanzdirektor wiederholen ihr Angebot des Dialogs im Gegenzug zum Abbruch des Streiks.