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"Bildungslandschaften": Bessere Voraussetzungen für Kinder und Jugendliche durch erleichterte Zusammenarbeit

Am zweiten Treffen des Freiburger Netzwerks der Bildungslandschaften liegt der Schwerpunkt auf dem Übergang zwischen obligatorischer Schulzeit und Berufswelt. Dieser kritische und zuweilen auch schwierige Moment ist Gegenstand der Bildungslandschaft des Glanebezirks, einer von drei Bildungslandschaften im Kanton Freiburg. Das Treffen bietet Gelegenheit, erste Erfahrungen zu präsentieren und sich über die Voraussetzungen zu unterhalten, die zur Unterstützung der Jugendlichen in der Region umgesetzt werden müssen.

Rund 50 Vertreterinnen und Vertreter aus Erziehung, Weiterbildung und Berufsberatung, Arbeitgeberschaft und Jugendhilfe treffen sich am 9. Oktober 2014 anlässlich des zweiten Treffens des Freiburger Netzwerks der Bildungslandschaften in der Orientierungsschule des Glanebezirks. Auch Staatsrätin und Direktorin für Gesundheit und Soziales, Anne-Claude Demierre, wird an diesem Treffen teilnehmen, das in erster Linie der Vorstellung der Bildungslandschaft des Glanebezirks gilt. Im Weiteren können sich die Teilnehmenden im Rahmen von Diskussions-Workshops über die Herausforderungen, Schwierigkeiten und Erfolgsfaktoren bei der Umsetzung einer Bildungslandschaft austauschen.

Das innovative und ambitionierte Projekt des Glanebezirks ist eine von drei Bildungslandschaften des Kantons Freiburg, die vom nationalen Programm "Bildungslandschaften Schweiz" auserkoren wurden. Letzteres wurde von der Jacobs Foundation ins Leben gerufen und wird im Kanton Freiburg von 2013 bis 2016 gemeinsam von der Direktion für Gesundheit und Soziales (GSD) und der Direktion für Erziehung, Kultur und Sport (EKSD) umgesetzt. Ziel ist es, den Kindern und Jugendlichen über die Schule hinaus gleichberechtigte Chancen auf eine umfassende Bildungsqualität zu ermöglichen, damit sie in der Gesellschaft und in der Berufswelt Fuss fassen können.

Im November 2013 hatten Schülerinnen und Schüler der Orientierungsschule des Glanebezirks die Gelegenheit, Vertreterinnen und Vertreter der verschiedenen Unternehmen der Region bei einem Apéro-Quizz zu treffen und mit ihnen über die Realitäten der Berufswelt zu diskutieren. Im Mai 2014 konnten sich Jugendliche auf der Suche nach einem Praktikumsplatz an der Messe des Glanebezirks in Romont den interessierten Arbeitgebern und Unternehmen der Region bei Express-Vorstellungsgesprächen vorstellen und sich damit einen Praktikumsplatz und wertvolle Berufserfahrung sichern. Die Umsetzung dieses neuartigen Projekts wurde dank der soliden Zusammenarbeit und des Engagements der Akteurinnen und Akteure aus den Bereichen Schule, ausserschulische Erziehung, Familie, Wirtschaft, Beruf und Politik möglich.

Im Vivisbachbezirk will eine zweite Bildungslandschaft eine umfassende Sichtweise der Jugend entwickeln, indem sie Partizipation und Mitarbeit von Jugendlichen, Vereinen und Partnern fördert. Im Rahmen dieses Projektes wurden verschiedene Aktionen durchgeführt, namentlich die Aufschaltung der Website www.checktaveveyse.ch, auf der u. a. eine Liste der Jugendvereine der Region sowie eine Agenda mit Aktivitäten für die Jugendlichen der Region zu finden sind. Darüber hinaus wurde eine Beobachtungsstelle für die Jugend geschaffen: Jugendliche und Akteurinnen und Akteure aus dem Jugendbereich legen dort namentlich gemeinsam die Bedürfnisse der Jugendlichen fest und leiten konkrete Aktionen in die Wege.

Die Bildungslandschaft des Schönberg-Quartiers schliesslich bietet die Besonderheit, dass sie zwei wichtige Übergänge im Leben der Kinder und Jugendlichen im Fokus hat: zum einen den Übergang vom Kleinkindalter in den Kindergarten, zum anderen den Übergang von der Primarschule in die Sekundarstufe I. Zu den ersten Projektphasen gehörte die Schaffung eines soliden Netzwerks aus Vertreterinnen und Vertretern verschiedener betroffener Einrichtungen, wie z. B. dem Freizeit-zentrum des Quartiers, dem Verein Familienbegleitung, den Schulen des Quartiers, der Kontaktstelle "Schule-Migrantenfamilien", der ausserschulischen Betreuung des Quartiers, der Orientierungs¬schule Belluard, dem Quartierverein "Leben im Schönberg" oder noch der Krippe "Mandarine".