News

Bio-Suisse-Zertifikat für einen der beiden Betriebe der Domaine des Faverges

Die Domaine des Faverges, im Eigentum des Staates Freiburg, ist in zwei Betriebe mit zwei unabhängigen Winzern unterteilt. Einer der beiden Betriebe wird seit vier Generationen von der Familie Regamey bewirtschaftet, und zwar nach dem Pflichtenheft der Integrierten Produktion (IP). Der zweite, von Gérald Vallélian geführte Betrieb wurde nach zwei Jahren Umstellung auf Biolandbau Bio-Suisse-zertifiziert. Vier Weine des Jahrgangs 2015, zwei Chasselas, ein Pinot Noir und ein Merlot, kommen mit dem "Knospe"-Label auf den Markt. Als eines von nur zwei Bio-Suisse-Rebgütern im Lavaux bestätigen die Staatsreben des Kantons Freiburg damit ihr ständiges Streben nach erstklassiger Qualität und Innovation.

Den Umstellungsprozess auf biologischen Anbau auf 6,6 ha der 15,4 ha auf der Domaine des Faverges, im Eigentum des Staates Freiburg, wurde bereits 2011 eingeleitet. Nach mehreren Versuchen auf verschiedenen Parzellen wurden die 6,6 ha im Jahr 2013 auf biologischen Weinbau umgestellt und erhielten 2015 das Knospe-Label von Bio Suisse. Die vier Weine des Jahrgangs 2015, zwei Chasselas, ein Pinot Noir und ein Merlot, aus dieser biologischen Produktion werden mit dem Label Bio Suisse vermarktet. Der Betrieb der Staatsreben des Kantons Freiburg ist einer von nur zwei Rebbergen im Lavaux mit einer Bio-Suisse-Zertifizierung und bestätigt damit sein ständiges Streben nach erstklassiger Qualität und Innovation.

Bei den biologischen Anbaumethoden werden keine synthetischen Pflanzenschutzmittel, chemischen Düngemittel oder Herbizide verwendet, was zu einem grösseren Arbeitsaufwand führt. Die Produktionskosten sind in der Folge höher und wirken sich auf den Verkaufspreis aus. Bei der Weinbereitung, die ebenfalls nach den Normen von Bio Suisse durchgeführt wird, wird dem Ausgangsprodukt ein hoher Stellenwert eingeräumt und nur ein Minimum an Zusatzstoffen verwendet. Die Menge an Sulfiten wird auf das für eine gute Lagerung notwendige Minimum reduziert.

Der andere Teil des Gutes wird von Yvan Regamey nach der Integrierten Produktion (IP) bewirtschaftet. Die angewendeten Techniken lehnen sich an den biologischen Landbau an. Die Bodenbearbeitung ist quasi identisch und die Verwendung von Herbiziden und synthetischen Pflanzenschutzmitteln ist erheblich reduziert worden.

Sehr hohe Konzentration der Trauben für den ganzen Jahrgang 2015
Auf einen warmen Frühling folgte im Sommer 2015 eine aussergewöhnliche Hitzeperiode. Aufgrund dieser für die Reben besonders vorteilhaften Wetterbedingungen entstanden sehr konzentrierte Trauben. Die Jahrgänge 2015 sind vollmundige Weine mit einer schönen Komplexität in der Nase. Einziger Wermutstropfen dieses aussergewöhnlichen Jahrgangs: Aufgrund der Trockenheit sind die Mengen begrenzt.

Die Weinexperten haben den Bio-Suisse-zertifizierten Chasselas "Domaine des Faverges 2015" anlässlich der offiziellen Degustation vom 2. Mai 2016 auf Les Faverges gekostet. Dabei kamen sie in den Genuss der für das Lavaux typischen Mineralität, der Fülle des Jahrgangs 2015 verbunden mit einer bemerkenswerten Frische. Die besondere Arbeit im Rebberg und ein präzises, aber wenig interventionistisches Vorgehen im Keller haben diesem Jahrgang einen ansprechenden, knackigen Aspekt verliehen. Die Rotweine und weiteren Spezialitäten, von denen derzeit die Jahrgänge 2013 und 2014 vermarktet werden, entfalten sich voll und ganz und erfreuen die Gaumen der Weinliebhaber.

Die Rotweine und der zweite Chasselas 2015, die ebenfalls das Label Bio Suisse tragen, befinden sich noch im Ausbau und können ab nächsten Frühling degustiert werden. Gemäss Winzer und Önologe Gérald Vallélian versprechen sie Fülle, Konzentration und Gaumenfreude.