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2011 - Ein rekordverdächtiges Weinjahr

2011 war wie 2003 und 2007 ein sehr frühes Weinjahr, wie Staatsrätin Marie Garnier an der Präsentation der Freiburger Staatsweine aus dem Lavaux anlässlich der offiziellen Degustation vom 26. März in der Cave des Faverges, in St-Saphorin festhielt. Diese Präsentation bot Gelegenheit, den neuen "Merlot des Faverges" 2010 vorzustellen, der ab Juni erhältlich ist.

Die Jahre reihen sich aneinander und gleichen sich: Selbst wer der Klimaerwärmungshypothese skeptisch gegenüber steht, muss einräumen, dass sich 2011 nahtlos in die Folge von warmen und trockenen Jahren einreiht und so den Trend der letzten 20 Jahre fortsetzte. 2011 war ein ausgesprochen frühes Weinjahr, das sich an 2003 und 2007 anlehnt. Es gab die früheste Chasselas-Blüte seit Beginn der Beobachtungsreihe an der Forschungsanstalt Agroscope Changins-Wädenswil im Jahre 1925.

Die Weine von Faverges wurden an der offiziellen Degustation vom 3. Februar 2012 fachmännisch begutachtet. Das Resultat widerspiegelt die für den Wein äusserst günstigen klimatischen Bedingungen und den rekordverdächtig frühen Reifezeitpunkt. 2011 gehört mit 2003, 2007, 2009 und 2010 zu den sehr warmen und trockenen Weinjahren. Schon der Frühling wartete mit sommerlichen Temperaturen auf, die bis Ende Juni meist deutlich über der Norm lagen. Die Rebenblüte setzte unter besten Bedingungen am 25. Mai ein, also rund 20 Tage vor dem üblichen Termin Mitte Juni für den Chasselas. Und auch während der Reife und bei der Ernte herrschten wieder aussergewöhnlich trockene und milde Wetterbedingungen, was makellos gesunde Trauben von fast unübertrefflicher Qualität einbrachte.

Die 2011er Chasselas entwickeln entsprechend florale Bouquets mit angenehm mineralischen Noten, die sich im Gaumen mit wuchtiger Frucht und eleganter Frische fortsetzen. Sie sind damit typisch für die Terroirs von Faverges und Ogoz. Mit kräftiger Farbe und ebenso reifen wie eleganten Tanninen präsentieren sich auch die Rotweine 2011 komplex und ausgewogen. Im Rosé Garanoir 2011 ist die Aromatik von roten Früchten mit einer naturbelassenen frischen Säure gepaart. Ein süffiger Wein, der sehr gut als sommerlicher Aperitif passt.

Die Spezialkelterung "Vase no 1" aus dem Jahr 2010 wurde wieder12 Monate auf der Hefe ausgebaut und besticht nun durch eine elegante Nase und einen nachhaltigen, ausgewogenen Gaumen. Die roten Spezialitäten dieses Jahrgangs kommen sehr sortentypisch mit harmonischen Gerbstoffen daher. Sie eignen sich ausgezeichnet als Essensbegleiter. Die "Cuvée du Patrimoine" 2010 erreicht Gardemass durch den fruchtig-würzigen Geschmack ihrer sieben Traubensorten, die durch eine feine Barriquenote verstärkt werden. Angesichts der besonders vorteilhaften Wetterbedingungen wird ab diesem Jahr der neue "Merlot des Faverges", Jahrgang 2010, der teilweise in Barriques ausgebaut wird, auf den Markt gebracht.

Aus der Ernte 2011 wurden 796 Hektoliter weisser Faverges, 126 Hektoliter weisser Ogoz und 429 Hektoliter roter Faverges gewonnen. Die Stichproben ergaben für den Chasselas durchschnittlich 77°Oechsle, für den Pinot Noir 96° Oechsle, den Gamay 92° Oechsle, den Gamaret 102° Oechsle, den Garanoir 86° Oechsle, den Merlot 103° Oechsle und für den Syrah 102° Oechsle.

Die Weissweinernte 2011 wie auch der rote Faverges 2010 werden ab Ostern 2012 auf den Markt gebracht. Der rote Faverges 2011 wird ab Ostern 2013 verkauft. Der Weisswein wird in Flaschen zu 7 dl, 5 dl und 3,5 dl und der Rotwein in Flaschen zu 7,5 dl und 3,75 dl angeboten.