Finanzielle Auswirkungen

Finanzielle Auswirkungen

Der Finanzausgleich zwischen Bund und Kantonen ist für den Staat Freiburg von grosser Bedeutung. Es handelt sich hier nämlich um seine zweitwichtigste Einnahmenquelle nach den Einkommens- und Vermögenssteuern der natürlichen Personen. 2011 beliefen sich die Einnahmen aus dem Finanzausgleich auf insgesamt 484,7 Millionen Franken, was nach den Voranschlagszahlen rund 14,3 % des Gesamtertrags des Staates entspricht. Die interkantonalen Schätzungen lassen allerdings befürchten, dass der Kanton Freiburg in den nächsten Jahren mit einer markanten Einbusse bei den Ausgleichszahlungen zu seinen Gunsten rechnen muss.

Bundesfinanzausgleich, Beträge zugunsten des Kantons Freiburg, in 1000 Franken

Ausgleichsgefäss
2008
2009
2010
2011
Ressourcenausgleich
235’883
254’098
291’443
339’503
Geografisch-topografischer Lastenausgleich
11’679
11’957
11’784
11’914
Soziodemografischer Lastenausgleich
0
0
0
0
Härteausgleich
133’273
133’273
133’273
133’273
Total
380’835
399’328
436’500
484’690

Die Gelder, die der Kanton im Rahmen des eidgenössischen Finanzausgleichssystems erhält, sind Ausgleichszahlungen, mit denen Mehraufwendungen oder Einnahmeneinbussen, die der Kanton aufgrund der NFA in anderen Bereichen erlitten hat, aufgewogen werden (Auswirkungen der neuen Aufgabenteilung; Abkehr vom Finanzkraftkriterium bei den Berechnungsschlüsseln für die Bundessubventionen und die Kantonsanteile an den Bundeseinnahmen). Sie sind nicht an bestimmte, vordefinierte Aufgabenbereiche gebunden, sondern fliessen in die allgemeinen Staatseinnahmen, deren Verwendung im Rahmen des jährlichen Voranschlagsverfahrens festgelegt wird.