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HRM2 - Neues harmonisiertes Rechnungslegungsmodell
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HRM 2 : Präsentation
Präsentation
Das geltende Rechnungsmodell der Kantone und Gemeinden der Schweiz ist ab Ende der 80er-Jahre schrittweise eingeführt worden, im Kanton Freiburg geschah dies 1996.
Mit den Jahren sind die Anforderungen an Transparenz, Kohärenz und Harmonisierung immer grösser geworden. Die Entwicklung mit der Kosten-/Leistungsrechnung, der leistungsorientierten Führung und den internationalen Rechnungslegungsstandards machte die Erarbeitung eines neuen Rechnungsmodells erforderlich.
Im Jahr 2003 beauftragte die Kantonale Finanzdirektorenkonferenz (FDK) die Fachgruppe für kantonale Finanzfragen (FkF) mit der Ausarbeitung eines neuen harmonisierten Rechnungslegungsmodells (HRM2). Nach fast fünf Jahren Arbeit hat die FDK am 25. Januar 2008 das neue harmonisierte Rechnungslegungsmodell (HRM2) mit seinen 20 Fachempfehlungen genehmigt und den Kantonen empfohlen, es so rasch wie möglich umzusetzen.
Ziele des harmonisierten Rechnungslegungsmodells (HRM2)
Das HRM2 bezweckt hauptsächlich Folgendes:
- Die Rechnungslegung der Kantone soll möglichst weit mit dem Rechnungsmodell des Bundes harmonisiert werden.
- Die Rechnungslegung unter den Kantonen und Gemeinden soll möglichst weit harmonisiert werden.
- Den neuen Anforderungen der Kosten-/Leistungsrechnung soll besser entsprochen werden.
- Das neue Rechnungslegungsmodell soll sich so weit wie möglich an den Internationalen Rechnungslegungsstandards für öffentliche Verwaltungen und Betriebe (IPSAS) orientieren.
- Bei der Überarbeitung des Rechnungsmodells werden die von gewissen grossen Kantonen bereits eingeleiteten Reformen mitberücksichtigt.
- Bei der Überarbeitung des Rechnungsmodells werden die neuen internationalen Anforderungen an die Finanzstatistik mitberücksichtigt.
- Mehr Transparenz insbesondere hinsichtlich der ausserordentlichen Finanzvorfälle (Abschreibungen, Rückstellungen usw.), damit ein Bild des öffentlichen Finanzhaushalts gegeben werden kann, das dem "True and Fair View-Prinzip" entspricht.
Änderungen aufgrund des HRM2
Im Folgenden werden die wichtigsten konkreten Folgen beschrieben, die die Einführung des HRM2 in der Kantonsverwaltung haben wird. Da die Arbeiten im Gang sind, ist die Aufzählung nicht abschliessend:
- Weitgehende Umgestaltung des Kontenplans: Die Konten nach Kontenart werden nicht mehr drei- sondern neu vierstellig sein. Bei den Kontenarten wird es zu mehreren inhaltlichen Änderungen kommen, vor allem im Subventionsbereich.
- Anpassung der Finanzstatistik: Um den internationalen Anforderungen zu entsprechen, wurde die funktionale Gliederung der eidgenössischen Finanzstatistik überarbeitet. Dies zieht entsprechende Anpassungen beim Staat nach sich und wird manchmal auch eine Änderung des Kontenplans erfordern.
- Überarbeitung der gegenwärtigen Nummerierung und der Abkürzungen der Kostenstellen: Die Nummern der Verwaltungseinheiten sowie die gegenwärtig verwendeten Abkürzungen zur Bezeichnung dieser Einheiten werden bei Reorganisationen, Zusammenschlüssen und Schaffung neuer Einheiten immer problematischer. Das bisherige System mit den "sprechenden" Abkürzungen wird abgeschafft und durch ein neues vierstelliges Nummernsystem ersetzt.
- Weitgehende Umgestaltung der Informatikanwendung: Die Programme des Softwarepakets SAP müssen angepasst werden, um dem neuen Kontenplan und den neuen Anforderungen Rechnung zu tragen. Bedeutende Änderungen werden auch an allen Berichten, Statistiken und Publikationen sowie an den Anwendungen für die leistungsorientierte Führung (Kosten-/Leistungsrechnung) und am Finanzplan vorzunehmen sein. Ausserdem sind auch die mit Schnittstellen arbeitenden Anwendungen anzupassen.
- Neuer Sonderdruck für Rechnung und Voranschlag: Die Anforderungen insbesondere an die Präsentation der Ergebnisse und einzufügende Anhänge erfordern eine Überarbeitung dieser Publikationen. Für die Publikation und Kommunikation sollen Internet und Intranet gegenüber dem Papierdruck bevorzugt werden.
- Anpassung von Gesetz und Reglement über den Finanzhaushalt: Die geltenden Rechtsgrundlagen müssen für die Einführung des HRM2 überarbeitet und ergänzt werden.
Download
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Informationsveranstaltung "Anwender" - November 2010
Präsentationsunterlagen
PDF (354 kb) -
Schema Rechnungsmodell - HRM2
Schema eines Rechnungsmodells mit HRM2
PDF (61 kb)
