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1811 beschloss der Kleine Rat (heute: Staatsrat)
zwecks besserer Erfassung der Rekruten, eine erste
systematische Volkszählung im Kanton durchzuführen.
Für die Stadt Freiburg, die seit Beginn des 15.
Jahrhunderts in vier Banner oder Quartiere
eingeteilt war, nämlich Neustadt, Burg, Au, Spital
oder Platz, wurde die Erhebung für drei Quartiere
auf französisch, und lediglich für die Au auf
deutsch durchgeführt.
Aufgenommen wurden folgende Rubriken: das Haus mit
der entsprechenden Strassenangabe, der Geschlechts-
und Taufname, das Alter, der Zivilstand, der Beruf
oder das Handwerk.
Anhand der
Volkszählung von 1811 werden alle Einwohner der
Stadt als Einzelperson und in ihrem Sozialgefüge
greifbar. Erfasst wurden insgesamt
6'377 Personen, von denen 183 Personen als abwesend
eingetragen wurden. Zudem finden sich über 350
verschiedene Berufs- oder Standesbezeichnungen, was
zeigt, dass Freiburg zu dieser Zeit eine
mittelgrosse Stadt war.
Unter den Einwohnern der Neustadt
sind einige wenige Arbeiter der dortigen
Fayencemanufaktur mit ihrer Berufsbezeichnung
erfasst worden, nämlich die Familie Riebecker von
Ueberstorf, Frédéric (wohl Friedrich) Hauser von
Glarus, Joseph Robischon von Solothurn und das
Ehepaar Pierre et Marie-Antoinette Haymoz von
Fribourg.
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......ein reizendes Beispiel
der
Freiburger
Fayencenmanufakturen..... |
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Cote/Signatur:
CH AEF DI IIa
Bibliographie:
Ferdinand Buomberger, Population du canton de
Fribourg en 1811 et son développement pendant le 19e
siècle, in: ASHF 7 (1902).
Eveline Seewer, Vom Buchdrucker zum Tabakrappierer,
von der Dienstmagd zur Wäscherin : die Berufe in der
Stadt Freiburg nach der Volkszählung vom März 1811,
in: Pouvoirs et société à Fribourg sous la Médiation
(1803-1814) = Staat und Gesellschaft in Freiburg zur
Mediationszeit (1803-1814) : actes du colloque de
Fribourg (journée du 11 octobre 2003). - Fribourg :
Academic Press Fribourg / Ed. Saint-Paul, 2005,
S. 235-260.
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