Staatsarchiv
Geschichte
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Auch wenn das
Staatsarchiv Freiburg erst in der Mitte des 18. Jahrhunderts entstanden ist, wurden die
Dokumente und Urkunden, welche Freiburg betreffen, schon seit dem Mittelalter aufbewahrt.
Mit der zunehmenden
Selbständigkeit des Freiburger Rates dürfte um 1250 ein Empfängerarchiv zur Aufbewahrung
eingegangener Urkunden entstanden sein. |
Nach 1350 erfolgte
dann die Bestellung eines festen Stadtschreibers, welchem neben dem Führen der Amtsbücher und der
offiziellen Schriften auch deren Aufbewahrung und Erhaltung oblag.
Die Trennung
zwischen Schreiberamt und Archivarentätigkeit erfolgte erst 1749. Das Amt des Staatsarchivars, welches zur
Zeit Herr Alexandre Dafflon innehat, wurde 1804 eingeführt.
Die Dokumente und
Archivalien der Stadtrepublik Freiburg wurden anfänglich im ersten Rat- und Gerichtshaus hinter
der St. Niklauskirche aufbewahrt. Nach kurzfristiger Aufbewahrung im Franziskanerkloster kamen
sie 1478 in die neu errichtete Staatskanzlei. Mit der Zunahme der Archivalien wurde eine
Einlagerung der Bestände im neuen Rathaus und im Kornhaus (Grenette) nötig.
1918 siedelte das Staatsarchiv in das ehemalige Augustinerkloster über,
welches seit 1847 von der radikalen Regierung als Zentralgefängnis verwendet worden war. |
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Im Herbst 2003 hat
das Staatsarchiv die Altstadt verlassen und ist ins Industrielle, eine ehemalige
Kartonagefabrik, gezogen. Dort stehen den Benutzerns zwei Lesesäale zur Verfügung, während die
Akten in modernen Kompaktgestellen untergebracht sind. Das zusätzliche Depot in Bulle musste
aber beibehalten werden. |
(cf. Nicolas Morard,
Hubert Foerster, Das Staatsarchiv Freiburg: Führer durch die Bestände. Freiburg 1986) |